4. - 6. Oktober 2002
Gunzenhausen
Das Herz pumpt nicht nur unser Blut in unsere Adern. Es hat vielfältige andere Aufgaben, die zum Teil schon in den alten Schriften der traditionellen chinesischen Medizin aufgezeichnet sind. Aber die alten Meister haben noch nicht alle Aufgaben des Herzens entdeckt. Xu Ming Tang wird seine Forschungsergebnisse vorstellen.
Qigong ist eine Methode, die wirkungsmächtig Entwicklungen des Menschen zu sich selbst, zu seiner sozialen und ökonomischen Mitwelt und hinsichtlich seiner kosmischen Einbindung anregen kann. In unseren empirischen Forschungen, zusammen mit Johann Bölts, Peter Fischer, Jörg Gläser und Gerti Karlstetter, konstruieren wir Instrumente, die eine Person unterstützen, diese mehrdimensionalen Entwicklungsprozesse abzubilden, damit sie für die eigene Reflexion und die professionelle Begleitung offen werden. Der Beitrag wird Muster solcher Entwicklungen auf dem Qigong-Übungsweg vorstellen.
In der chinesischen Kultur und Philosophie wird die „Ruhe des Herzens„ als ausgeglichener Gemütszustand wesentlich als integrierende Mitte der Polarität von Yin und Yang verstanden. Ein strukturell entsprechendes Verständnis lässt sich bei genauerem Hinsehen auch in der westlichen Kultur, in Philosophie und Religion, und auch im Christentum nachweisen. Auch hier wird die spirituelle „Ruhe des Herzens„ als „Einheit der Gegensätze„ (Nikolaus von Kues) verstanden. Das schafft eine grundlegende Offenheit für die Integration fernöstlicher Ansätze, spirituell orientierter Übungspraxis wie Qigong.
Der Leiter des Instituts für Kommunikation und Gehirnforschung stellt Möglichkeiten des von ihm weiterentwickelten EEG-spectralanalytischen Messverfahrens vor, welches in Forschung und Anwendung eingesetzt wird. Gehirnaktivitäten während der Übungen des Qigong werden vor dem Hintergrund des empirischen Messverfahrens interpretiert und geben Rückschlüsse auf spezifische Wirkungszusammenhänge. Anhand der abgeleiteten Gehirnströme können auch Zusammenhänge von Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten erkannt werden. Im Forschungsbereich wird die Wirkung bestimmter Übungen oder therapeutischer Maßnahmen aufgezeigt.
Das Herz im Daoismus und in der
Das Verständnis des Herzens aus unserer eigenen Lebenserfahrung und aus der Weisheit unserer westlichen Kultur: der Herzbegriff im Volksmund und bei westlichen Dichtern und Denkern.
Psychosomatik des Herzens: die Emotion Freude und ihr Missverständnis in den Übersetzungen.
Das Herz unter dem Aspekt von Yin und Yang.
Die Bedeutung der Ruhe für die Harmonie des Herzens: nur das geöffnete Herz kann Dao aufnehmen. Dao lässt sich nur im Herzen des Menschen erfahren. Um die Stimme des Dao zu hören, benötigt es Stille und Ruhe - „Die Ruhe des Herzens„. Um Dao zu erfahren benötigt es Leere. „Wie kann jemand das Dao kennen? Durch das Herz das Dao kennen? Durch die Leere, die reine Aufmerksamkeit die das Wesen und die Stille eint." (Xunzi)
Priv. Doz. Dr. med. Gisela Hildenbrand
Qigong, ein junger Begriff für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung, greift auf Methoden der Geisteshaltung zurück, die im Rahmen daoistischer und buddhistischer Geisteshaltung beschrieben sind. Konzentrative, sowie auf Wahrnehmung und Analyse ausgerichtete Techniken finden sich Qigong-Übungen in unterschiedlicher Gewichtung und Verbindung.
Anhand von bekannten und weniger bekannten Zitaten aus Werken der chinesischen Philosophie wird verdeutlicht, dass „Ruhe„ zugleich Kennzeichen wie auch Bedingung des idealen Herrschers ist, und zwar quer durch die „Schulen„ hindurch. Zugleich ist spannend, was das - auch schon zu dieser Zeit - mit den Vorläufern des Qigong zu tun hat und wie wir heutzutage sozusagen „herrscherliche„ Eigenschaften an uns selber üben.
Am Beispiel zweier Herzpatienten wird die Wirksamkeit spezifischer Qigong-Übungen auf die Besserung des Gesundheitszustandes gezeigt.
Prof. Lin Zhong Peng berichtet über die aktuelle Lage von Qigong in China
Lama FoFu (Lin Shu Hua)
Es handelt sich um die Vorübung zur Tibetischen Tantra-Pflege vor dem Mahamudra (Großes Mudra).
Methode:
1. Sieben unterstützende
Positionen
2. Jin-Gang Fingermudra
3. Visualisierung
Keineswegs darf diese Methode als übliches Qigong verstanden werden. Es geht darum, mit Buddha und den Bodhisattvas zu kommunizieren und ihre Kraft zu empfangen, die nichts anderes ist, als Inspiration und Energie des Universums. Die Weisheit, Verdienst und die übernatürliche Kraft Buddhas und Bodhisattvas erscheinen im Körper des Übenden als Licht, das schlechtes Karma, Krankheit, Unwissenheit und Sorgen wegwäscht, indem sie sie in schwarzen Rauch verwandelt und abziehen lässt, um Geist und Körper des Übenden aufklaren zu lassen.
Am Beispiel zweier Herzpatienten wird die Wirksamkeit spezifischer Qigong-Übungen auf die Besserung des Gesundheitszustandes gezeigt.
Meister Li Ping (Li Xing-Lung) in Zusammenarbeit mit Frau Wang Li
Die Übung „den Stab in den Händen drehen“ ist eine von der Familie von Frau Guo Lin überlieferte Übung. Mit dieser Übung sollen Yin und Yang reguliert werden. Die Meridiane werden durchlässig, die Blutgefäße elastisch und durchgängig. Die Elastizität der Lungenbläschen wird gesteigert. Diese Übung wird besonders empfohlen bei Herzkrankheiten, chronischer Bronchitis und Lungenemphysem.
Die Übungen mit dem Idogo-Stab sind einfach zu erlernen und der erforderliche Platzbedarf ist minimal. Allein die Berührung des Idogo mit der Handfläche bewirkt, dass der Körper locker wird, die Atmung tiefer ist und das Gleichgewicht sich deutlich bessert. Beweglichkeit und Koordination werden positiv beeinflusst. Ein weiterer Vorteil des Übungsstabes ist, dass er unproblematisch in bereits bestehende Übungen und in jeden Behandlungsablauf integriert werden kann.
Für seine vielfältigen Aufgaben kann das Herz durch
konsequentes Qigongüben gestärkt und angeleitet werden. Viele alte Übungsfolgen
berücksichtigen das. Aber es gibt auch neuere Übungsformen und
Qigong-Hilfestellungen für das Herz.
Xu Ming Tang wird erfolgversprechende Übungen und
(Selbst-)Behandlungsmethoden vorstellen und auf konkrete Fragen der Teilnehmer
eingehen.
Das Herz-Qigong ist eine Methode des medizinisch orientierten Qigong. Es beugt Herz- und Gefäßerkrankungen vor und trägt zu deren Behandlung und Heilung bei.
Charakteristisch für das Daoyin Yangsheng Gong von Prof. Zhang sind spiralförmige Bewegungen der Arme und Beine, das Bewegen der Gelenke in allen möglichen Freiheitsgraden sowie Dreh- und Beugebewegungen von Kopf und Körper. Muskeln und Leitbahnen werden dabei massiert und Akupunkturpunkte mit den Fingern gedrückt. In Kombination mit Atem- und Aufmerksamkeitsübungen soll der Effekt von „Ruhe durch Bewegung“ erreicht werden.
Die Methode „Das Herz beruhigen und den Kreislauf regulieren“ besteht aus 8 Einzelübungen, die sowohl im Stehen als auch im Sitzen durchgeführt werden können! Diese Übungen regulieren besonders die Meridiane des Feuerelementes.
Qigong ist eine ganzheitliche Methode. Es unterstützt das oberste Ziel der chinesischen Lebensphilosophie: die Gesunderhaltung und Langlebigkeit.
Meister Li wird die wichtige Rolle des Atemrhythmus beim voranschreitenden Qigongüben zeigen. Er beginnt mit der unwillkürlichen Art zu atmen und führt bis zur Körperatmung.
Unter Stillem Qigong wird in aller Regel eine sitzende, meditative Art der Qigong-Praxis verstanden. Wie auch bei bewegtem Qigong gibt es eine Fülle von Praktiken und Techniken. Besonders Aufmerksamkeitsübungen und Visualisierungstechniken der verschiedensten Art erfreuen sich großer Beliebtheit; sie alle haben das Ziel, Herz und Geist zu beruhigen, aus tausend Gedanken einen zu machen. Eine weitere, höhere Stufe des Stillen Qigong ist jedoch die völlige Leere des Geistes, ein Zustand der besonderen Art, in den uns Prof. Lin hineinführen kann. Nur wenige Lehrer aus China verfügen über die Fähigkeiten, eine solche Methode zu unterrichten.
Die Übungen dieser Methode haben Wirkung auf die Stärke der Muskulatur, der Sehnen und des Körpers, der Regulierung der Organe und der Zerstreuung der Stagnation von Blut und Qi. Die Übungen sind von Direktor Liu Gui Zen nach den Theorien der traditionellen Pflege der Gesundheit und den Theorien der TCM bearbeitet und dienen als Bewegungsübungen zur Ergänzung der stillen Form des innen nährenden Qigong.
Die Methode dient zur Stärkung des Körpers und zur Behandlung von folgenden Erkrankungen:
Magen, Darm, Bronchitis, Asthma, Nervenschwäche, Bluthochdruck, niedrigem Blutdruck, Lenden- und Beinschmerzen, Gelenkentzündungen und Wirbelsäulenerkrankungen.
Im Menschen treffen verschiedene Ebenen des Lebens aufeinander, die über Sinne wahrgenommen werden können - wenn das Bewusstsein es zulässt: so wie der Mensch beschaffen ist, lebt er zum einen durch sich selbstorganisierende Prozesse - von der Körpertemperatur bis zum Blutdruck. Andererseits lernt der Organismus ständig - von kultur- und familienspezifischen Ansichten über Bewegungsorganisation bis hinein in Stoffwechselprozesse.
Die verschiedenen Bereiche harmonieren nicht immer, Probleme können entstehen. Qigong bietet erprobte Wege hin zur Wahrnehmung meist unbewusster Bewegungen und zur Synchronisation des Organismus. Der „Ruhe des Herzens“ kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Nur so lernt er leichter zu leben.
Neun Monate reift das Kind im Mutterleib. Während dieser langen Zeit nimmt es Teil an allen Freuden und Sorgen, die seine Mutter verspürt. Es entgeht ihm weder ihr schneller Herzschlag, noch ihr verhaltener Atem, ihre Ängste und Sorgen prägen ihn ebenso wie ihr Lachen und ihre Zufriedenheit.
Übungen für werdende Mütter für die Zeit der Schwangerschaft und zur Geburt, die zur seelischen Ausgewogenheit von Mutter und Kind führen. Die Herzensruhe der Mutter ist die beste Voraussetzung für die Herzensbildung des Kindes.
Martin Dresler-Schenk und Rainer Michelbach
Bei den Mystikern spielt „Herzensschau“ eine zentrale Rolle. Die „unio-mystica“ - das Einssein - kann durch die unmittelbare Begegnung mit Gott wie durch die Begegnung mit einem Du geschehen. Es geht darum, den MystikerInnen hierin nachzuspüren. Das Sehen mit dem Herzen ist uns weitgehend verloren gegangen und will neu erworben werden.
Qigong-Übungen wirken nach innen „auf den Geist“ im Sinne einer gelasseneren Annahme der gegenwärtigen Erfahrung, die sich als Lebenshaltung im Alltag verselbstständigen kann. So wird Achtsamkeit zu einer Energie, die der meditativen Ruhe des Herzens entspringt. Die Pflege dieser Energie führt zu vielfältigen Entdeckungen (Freude, Mitgefühl, Entschleunigung, Spiritualität, Linien im Leben, Mitwelt usw.).
Die Wirkung der Gangart auf Körper, Geist und Seele sind bedeutender als wir ahnen. Dr. Greb beschäftigt sich seit 25 Jahren mit dem menschlichen Gangverhalten. GODO ist keine neue Methode, sondern die Erinnerung an die Tatsache, dass wir genetisch angelegte Ballengänger sind. Die ersten Schritte des Kleinkindes erfolgen spontan über die Vorderfüßchen. Kinder lernen spielerisch und leicht ihre Stärke zu finden. Erwachsene lernen starre Bewegungsmuster loszulassen, die viele Krankheiten wie Venenleiden, Asthma, Rückenschmerzen und vorzeitige Alterungsprozesse verursachen.
Bewegung, Sprache, Gesang und Musik hörend aus der Ruhe des Herzens erleben. Nach einer gemeinsamen kurzen ‘Herzstärkenden Übung’ wollen wir zusammen den Unterschied - das Vorher/Nachher - im gemeinsamen Tun und Erleben nachvollziehen. Wie verändert die Ruhe des Herzens unsere Wahrnehmung, unser Tun und unser Sein - dies wollen wir in diesem Workshop entdecken.
Wenn wir unsere Körperspannung, unsere Emotionen und unsere Gedanken zu regulieren gelernt haben, so findet das Herz Ruhe. Dies ist eine gute Basis um das transformierende Lächeln des Herzens zuzulassen. Wird dieses Lächeln in der richtigen Weise gepflegt, so kann es sich zu einem leuchtenden Gewahrsein entwickeln und uns tiefere Bewusstseinsebenen erschließen. Theorie und Praxis des Stillen Qigong.
Die Übung vom „Ursprünglichen Licht“ verband sich für mich spontan mit dem Vaterunser, als ich auf der Suche nach der Ursache für meine Tumorerkrankung war. In dieser Übung fand ich die Verbindung zwischen Ost und West, Oben und Unten in mir selbst. Zusammen mit den aramäischen Worten kam noch einmal eine neue Erfahrung und Bindung dazu.
Die ostasiatische Kalligraphie hilft uns, ein Verständnis für die Beziehung zwischen Haltung und Achtsamkeit von Körper und Geist und dem Fluss des Qi zu finden. Der Impuls des Schreibens beginnt im Herzen und fließt durch das Herz des Pinsels auf das Papier. Es erlaubt uns, mit unserem Höheren Selbst zu kommunizieren und führt uns zu Konzentration, Kontemplation, Transformation und zur schöpferischen Quelle in uns. Der Workshop beginnt mit einer kurzen, stillen Qigong-Übung für den Herz-Geist.
Qigong ist eine besondere Form traditioneller Chinesischer Übungen um die innere Energie zu pflegen. Yi kann als Geist (Herz) und Gong als Übung oder Praxis übersetzt werden. Es gibt Übungen im Stehen (Zhan Zhuang) und in Bewegung um den ganzen Körper, das Bewusstsein und die Energie zu entwickeln. (Keine Grundkenntnisse erforderlich)
Das daoistische Gesundheits-erhaltende Qigong hilft, den ganzen Körper, Muskeln und innere Organe zu stärken.
Durch die fließenden Bewegungen des Körpers und der Wirbelsäule werden alle inneren Organe unterstützt.
Schwimmender-Lachender Drache, Felsen-Flug, Kopf-Rückbewegung der Schildkröte, Himmel und Erde Übungszyklen. (Keine Grundkenntnisse erforderlich)
Mit Qigong - Tanz - Symbolen - Gebärden
Üben und erfahren dieser Medien und miteinander verbinden, bewegend-ruhend, innere und äußere Bilder entdecken. Pendeln auf der Brücke zwischen östlichen und westlichen Formen des Übens, des Spielenden Herzens, ernst und heiter, sich ausdrückend und versenkend - vielleicht ist das Spielende Herz die Weisheit des Herzens.
Vor vielen Jahrhunderten wurden die „rohen“ Techniken des Kämpfers durch den Einfluss von Qigong zu Methoden der Weglehre. Übungen für Geist und Energie sind darin genau so wichtig, wie die Übung des Körpers. Kampfkunst ist eine Übung für den ganzen Menschen und so ist auch seine Lehre „ganzheitlich“.
Welche Techniken des Qigong werden in den Kampfkünsten gepflegt? Wie kann man sie in der Übung entdecken und integrieren? Welche Rolle spielt Qigong in Bezug auf den „Weg“ der Kampfkünste?
Vorgestellt werden verschiedene Methoden des Kampfkunst-Qigong.
Der Brustraum ist ein sich ständig verändernder Raum. Jeder Atemzug verändert sein Volumen. Jede äußere Bewegung (z.B. das Heben) beeinflusst die inneren Spannungsverhältnisse. Anhand ausgewählter Qigong-Übungen unterschiedlicher Qigong Disziplinen werden wir die Dynamik dieses Bewegungsraumes erforschen. Dann können wir mehr Bewegungsfluss, Rhythmik und Kontinuität in unseren Bewegungen erleben. Innere und äußere Rhythmen schwingen sich aufeinander ein und fördern so die „Ruhe des Herzens“, die immer auch „dynamisch“ ist. Ziel ist es, das eigene Bewegungsverständnis und -empfinden zu schärfen und die individuelle Übungspraxis zu bereichern.
Im Alltag die Ruhe des Herzens zu erleben, ist nicht ganz einfach. Ärger, Zorn, Wut, Trauer und Aggression verändern unsere Befindlichkeit. Verspannte Nacken- und Schultermuskeln, gepresster Atem, Konzentrationsschwäche und Mutlosigkeit beeinträchtigen die „Ruhe des Herzens“.
Die Qigong-Tradition der Kampfkünste greift diese Problemstellung auf und zeigt Wege, wie äußere und innere Widerstände in Kraft und Energie umgewandelt werden können. Vorgestellt werden einfache Übungen, die einen Einblick in die verschiedenen methodischen Möglichkeiten geben. Eingeladen sind nicht nur Kampfkünstler sondern auch Lebens“kampf“künstler, die den Herausforderungen des Lebens gelassener begegnen möchten.
Ein Workshop für Erzieher, Heilpädagogen, Psychologen und interessierte Eltern und Großeltern. Einfache meditative Übungen, die man mit Kindern ab 3 Jahren machen kann.
Wenn Kinder innere Ruhe verspüren, beginnen sie zu strahlen: „Ich glaube ich habe Gott gespürt“ sagte ein 5-jähriger Junge nach den Übungen.
Wenn wir den neuen Morgen begrüßen und dabei über den Atem zu unserer Mitte finden, wenn wir über die Sinne zur Besinnung kommen, wenn wir uns auf den Weg begeben um das Herz zu beruhigen, wenn wir in der Meditation im Abendrot den Tag verabschieden, und alles los und ziehen lassen, dann, ja dann ist Reichtum in uns, Fülle und wahrer Luxus allen Seins.
Das „Spiel des Affen“ aus dem „Spiel der fünf Tiere“ wird dem Funktionskreis Herz zugeordnet.
In Anlehnung an die bekannte Geschichte „Die Reise gen Westen“ werden im Spiel des Affen das neugierige Um-sich-Blicken, das Pflücken und Darbieten der Pfirsiche und die Flucht des Affen „gespielt“. Hierdurch wird besonders der Geist (shen) trainiert. Nach außen zeigt sich der Affe neugierig, lebendig und behende, im Inneren wird eine besonders tiefe Ruhe geübt. Die Übungssequenz eignet sich besonders für Personen mit Vorerfahrung in Qigong.
Liebe, Freude, Trauer, Hass - dies und vieles andere mehr sind Herzensangelegenheiten. „Ich habe es am Herzen“ - was ist damit gemeint? Sind es körperliche, seelische oder psychosomatische Erkrankungen? In der westlichen Medizin unterscheidet man hier sehr wohl, nicht so in der ganzheitlichen TCM.
In diesem Workshop werden „Herzensangelegenheiten“ aus dem alltäglichen Leben, der Psychotherapie und der Medizin zusammengetragen, um anschließend Qigong-Übungen zu praktizieren, die dem Herzen gut tun.
Methoden: Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, praktische Übungen
Bereich: Psychotherapie und Qigong.
Durch den langen Leidensweg haben chronisch Kranke oft Mut und Hoffnung verloren. Mit einfachen Übungen, deren Wirkung sie sofort spüren, werden sie motiviert, Qigong in ihr Leben zu integrieren. Unscheinbare Atem- und Wirbelsäulenübungen aktivieren den Energiefluß, der mit Hilfe von Energiekreisen gezielt eingesetzt wird. Übungen zur Pflege des Inneren Lächelns ermöglichen einen neuen Zugang zu sich selbst. Elemente aus den Kampfsportarten unterstützen die Entscheidungskraft und führen zusammen mit einer Neuprägeübung dazu, dass die Betroffenen ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen.
Workshop für Betroffene, Therapeuten und Qigong-Lehrer.
Der Workshop zeigt, wie man spielerisch mit Impulsen aus dem Taiji und Qigong umgehen kann und wie sich solche Impulse auch in unsere Sprach- und Bewegungswelt integrieren lassen. „Zauberhände“, „Tiger, Oma, Samurai“ und „Der kleine König“ sind einige von den Liedern, die in Zusammenklang mit Übungen praktiziert werden.
Dr. med. Gerhard Wenzel und Walter Gutheinz
Gerhard Wenzel hat in seinem Buch mit diesen Worten exakt einen Stufenweg im Qigong beschrieben, der alle Menschen, die nicht nur an dem rein gesundheitlichen Aspekt von Qigong interessiert sind, besondere Faszination ausübt. Mit dem Fan Huan Gong hat uns Prof. Cong eine Methode hinterlassen, die uns auf diesem Stufenwegbesonders stützen und begleiten kann, denn Fan Huan bedeutet nichts anderes als Rückkehr, Umkehr zur Leere, zum Dao.
Shen als eine Qualität des Herzens ist ein entscheidendes Antriebsmittel für diese Umkehr! Als langjährige Weggefährten freuen sich Gerhard Wenzel und Walter Gutheinz auf einen Austausch mit weiteren Umkehrsuchenden.
Zum Kennenlernen verschiedener Qigong-Arten für Einsteiger
Beate Hüfner u. a.
Auch im größten Streß auf der Arbeit, im Verkehr oder im Familienalltag können wir strahlen, wenn wir lernen, uns zu schützen und energetisch aufzubauen. Wir werden in diesem Kurs unscheinbare und dennoch sehr wirksame Übungen lernen, mit deren Hilfe wir all die Strapazen des Tages lächelnd meistern können.
Berta Müller u. a.
Viele große Betriebe in Europa organisieren für ihre Angestellten Kurse in Qigong. Dies ist kein Akt der Selbstlosigkeit, sondern eine wohlbedachte Handlung. Die Betriebe haben gemerkt, daß das Wohl des Einzelnen das Wohl des Betriebes nach sich zieht. Schwedische Krankenkassen haben nachweisen können, daß Menschen, die Qigong praktizieren, gesünder und leistungsfähiger sind. Sie haben auch viel seltener Probleme mit der Wirbelsäule. Sie sind ausgewogen und gelassen und können sich gut konzentrieren. Mit ihrer inneren Ausstrahlung wirken sie auch harmonisierend auf ihre Mitarbeiter und tragen dadurch zu einer guten Atmosphäre am Arbeitsplatz bei.
Evelyn Beham u. a.
Das Wirbelsäulen-Qigong oder ChanMi-Qigong ist eine besondere Richtung des Qigong. Sie geht von der Erfahrung aus, daß die Wirbelsäule die Leit- und Verteilerstelle der Energien ist, die unser Körper aus dem Kosmos aufnimmt. Durch die Basisübungen bekommt man eine spannungsfreie und geschmeidige Wirbelsäule ohne Blockaden. Diese Übungen sind in ihrem gedanklichen Entwurf auch für unser abendländisch-orthopädisch geschultes Denken sehr logisch aufgebaut, indem sie den drei grundsätzlichen Bewegungsrichtungen der Wirbelsäulegerecht werden. Sie sind leicht erlernbar und man kann nach sehr kurzer Zeit anfangen, sie ohne Anleitung zuhause zu üben.
Petra Lenkewitz-Koch
„Immer häufiger leiden junge Schüler unter psychosomatischen Störungen, Koordinations- und Haltungsschwäche, sowie insgesamt unter einer geringen Belastbarkeit, die sich etwa in mangelnder Konzentrationsfähigkeit ausdrückt“ (Bay. Kultusministerin Monika Hohlmeier). In diesem Workshop wird gezeigt, wie Kinder mit Hilfe von Qigong diesen Problemen begegnen können. Es werden nicht nur die Übungen, sondern auch die dazu nötige kinderspezifische Unterrichts-Methode gezeigt.
„Qigong mit Kindern“ ist eine neue Disziplin, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Sie wird seit 2001 in einem eigenen Ausbildungsgang der Deutschen Qigong Gesellschaft unterrichtet.
Dr. Zuzana Šebková-Thaller / Berta Müller u. a.
Die langjährige Praxis zeigt, dass nur diejenigen Übungen helfen, die einfach zu erlernen sind und in den Alltag integriert werden können. Im Unterschied zum Guolin-Qigong können auch schwache und bettlägrige Patienten diese Übungen praktizieren und nach kurzer Zeit oft erstaunliche Besserungen spüren.
Dr. Zuzana Šebková-Thaller / Chris Saleski u. a.
Eine vergleichende Studie über die Wirkung von Qigong bei MS, die an der Kiliani-Klinik, Bad Windsheim, während der letzten fünf Jahren durchgeführt worden ist, weist eine signifikante Besserung des Allgemeinzustandes auf. Die Übungen wurden von der Mitinitiatorin dieser Studie und Autorin des Buches „Ich breite mein Lächeln aus. Qigong und MS.“, Dr. Zuzana Òebková-Thaller, zusammengestellt. In diesem Workshop werden einige dieser Übungen vermittelt.
03. - 04.10.2002
Die Übungen dieser Methode haben Wirkung auf die Stärke der Muskulatur, der Sehnen und des Körpers, der Regulierung der Organe und der Zerstreuung der Stagnation von Blut und Qi. Die Übungen sind von Direktor Liu Gui Zen nach den Theorien der traditionellen Pflege der Gesundheit und den Theorien der TCM bearbeitet und dienen als Bewegungsübungen zur Ergänzung der stillen Form des innen nährenden Qigong.
Die Methode dient zur Stärkung des Körpers und zur Behandlung von folgenden Erkrankungen:
Magen, Darm, Bronchitis, Asthma, Nervenschwäche, Bluthochdruck, niedrigem Blutdruck, Lenden - und Beinschmerzen, Gelenkentzündungen und Wirbelsäulenerkrankungen.
03. - 04.10.2002
Um das Herz in seiner Verbindung zu allen Organsystemen zu verstehen, muss man einerseits wissen, welche besonderen Aufgaben dem Herzen zufallen - in einer ganzheitlichen Sicht des Menschen. Das Herz hat nicht nur körperliche Funktionen zu erfüllen. Andererseits ist die Mehrung der Gesamtenergie des Körpers wichtig, um dem Herzen die Kraft und Ruhe zu garantieren, die es zur Erfüllung seiner Aufgaben braucht.
Qigong fürs Herz muss an beiden Polen ansetzen:
- die Energie des ganzen Menschen mehren
- das Herz in seinen Funktionen erkennen und durch gezielte Übungen behandeln.
Neben den konkreten Übungen soll auch gelehrt werden, wie wir den energetischen Zustand des Herzens bei anderen über das Spüren mit der Hand erkennen und danach unsere Behandlungs-/Übungsmethode ausrichten können.
04.10.2002
Kampfkunst ist keine Technik, sondern eine Lebensphilosophie. Sie wird (im Idealfall) von Herz zu Herz vermittelt und beinhaltet neben Techniken der Selbstverteidigung und Körperübung auch Meditation, Gesundheitsübung, Geist- und Energie-Lenkung und Spiritualität. Viele dieser Aspekte werden heute nur noch selten in den Unterricht integriert und Kampfkunst ist oft nur noch Sport, Wettkampf oder offene Gewalt. Die untrennbar damit verbundene Philosophie, Weglehre und die spirituellen und energetischen Aspekte sind in vielen Stilen und Schulen verloren gegangen und vor allem Fortgeschrittene und ältere Übende suchen oft vergebens nach dem oft gepriesenen tiefen Sinn, der Philosophie dahinter oder dem "Weg". Mehr und mehr dieser Suchenden üben auch Qigong, wissen aber oft nicht, wie sie beide Übungsarten verbinden können. Zwar enthält jede Kampfkunst spezielle Techniken, doch sind sie entweder in Universitäten gestrichen worden oder in alten Formen "versteckt". Dieses Seminar soll aufzeigen, welche Arten des Qigong in den verschiedenen Kampfkünsten bekannt sind, wie sie geübt werden und wie man sie in den überlieferten Formen finden kann. Das Qigong in den Kampfkünsten kann von dem Suchenden wiederbelebt und bewusst in die Übung integriert werden - um irgendwo auf dem Weg festzustellen, dass die Kampfkünste eine Form des Qigong sind/sein können.
07. - 08.10.2002
Das Neue Qigog wurde in den 70er Jahren von Frau Guo Lin entwickelt, um bei schweren Erkrankungen hilfreich zu sein. Frau Guo Lin war selbst an Krebs erkrankt und auf der Suche nach Gesundung wählte sie aus daoistischen und buddhistischen Klöstern stammende Übungen aus.
Sie wandelte die Übungen ab, so dass sie in der Behandlung von Diabetes, Leber-Nieren-Erkrankungen, Rheuma, Bluthochdruck und besonders Krebs therapeutisch eingesetzt werden können.
07. - 08.10.2002
Verglichen mit der sanften Methode der Jing-Gang Rezitation ist die Schatzvase eine kraftvolle Methode, gekennzeichnet durch innere Weichheit. Sie wird unterteilt in eine „sanfte„ und eine „kraftvolle„ Schatzvase.
„Die Schatzvasen-Methode„ bedeutet, das obere Qi zu senken, während das untere Qi gehoben wird, wie zwei Schalen mit dem Boden nach oben, die mit Qi gefüllt sind. Deshalb wir sie „Schatzvase voll Qi genannt. Es gibt Schatzvasen des Herzens, Sonnenschatzvasen und Schatzvasen im ganzen Körper. Für einen Anfänger ist es gefährlich, die Herzvase zu nähren weil das Herzchakra und das vitale Qi gestört werden können, und man fühlt sich unwohl. Deswegen ist es zunächst besser, die Sonnen-Schatzvase zu unterrichten.
Die Hauptaufgabe der Schatzvase ist es, das Qi einzuatmen, zu halten und dann in den mittleren Kanal einmünden zu lassen. Die Anfänger lernen erst nach und nach, das Qi zu halten und bessern ihre Fähigkeiten sich Schritt für Schritt, ihr schlechtes-Karma-Qi in ein Weisheits-Karma-Qi zu verwandeln. Der Sinn der Schatzvasen-Methode ist, Krankheit zu heilen und den Grundstein für ein langes Leben zu legen. Die Bedeutung der Übung wird durch einen Satz von Padma Sambhava verdeutlicht, dass alle Vorzüge und Tugenden und das gesamte Qi in der Schatzvase vereint sind.
Liu Yafei und Xu Ming Tang
03.10.2002
9.00 Uhr -12.00 Uhr und 13.30 Uhr - 17.30 Uhr
04.10.2002
9.00 Uhr - 12 Uhr
Gabi Lind
04.10.2002
9.00 Uhr - 12.00 Uhr und 13.00 Uhr - 15.00 Uhr
Meister Li Ping/ Wang Li und Lama Fo Fu
07.10.2002
9.00 Uhr -12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
08.10.2002
9.00 Uhr - 12.00 Uhr