4. - 6. Oktober 2002
Gunzenhausen
"Farbenpracht blendet das Auge.
Klangreichtum betäubt das Ohr.
Feinschmeckerei verdirbt den Geschmack.
Hetzen und Jagen verwirrt das Herz.
Seltene Güter führen zu Verbotenem.
Darum sorgt der Weise für den Bauch."
Zhungzi
"Die Furcht vor den Sinnen ist bereits ein Symptom von Schwäche."
"Wir dürfen die Sinne lieben. Wir haben sie in jedem Grade vergeistigt und artistisch gemacht."
Nietzsche
(Percussion) begann 1984 mit dem Studium afrikanischer Trommelrhythmen bei Achim Fischer in Stuttgart. 1989 absolvierte sie die Latin Percussion School (LSP) in München mit afro-cubanischer und afro-brasilianischer Rhythmik. Sie spielte als Duo "Ivan Hajek", mit der Salsagruppe "Las Careras" und verschiedenen Percussion-Formationen.Seit 2001 tritt sie mit der chilenischen Musikerin Veronica Gonzalez (Gesang, Gitarre ..) auf.
Nach dem Studium am Conservatorio de la Univesidad Chile. trat die chilenische Künstlerin als Solistin und Vertreterin der "Nueva Cancion Latinoamericana", mit der Gruppe "Tarancon" und zusammen mit dem virtuosen argentinischen Gitarristen und Sänger Juan Falú in Cile, Argentinien, Kuba, Mexico und Spanien auf. Seit 1994 lebt sie in Deutschland, wo sie v.a. in Süddeutschland weiter künstlerisch tätig ist. Ihre Rhythmen stammen aus der Karibik, dem zeitgenössischen Jazz, den Elementen der Bosa Nova, der Milonga Argentina. Sie wechselt Gitarre mit Charango, dem brasilianischen Berimbau, dem Cajon Flamenco, der afrikanischen Wassertrommel und verschiedenen Percussionsinstrumenten ab. Ihre ergreifenden wie lustigen Texte erzählen Geschichten, die uns tief bewegen.
Professor für Germanistik, Kinderbuchautor, Sänger und Poet, der statt Effekten nur sich selbst braucht, um sein Publikum zu fesseln und zu verzaubern. Fredrik Vahle lädt zu einer musikalisch-literarischen Entdeckungsreise ein. Die Lieder leben in erster Linie von ihrem Sprachwitz - mal Nonsens, mal sozialkritisch, antiautoritär, traditionell, immer um den Alltag und die unmittelbare Umgebung von Kindern kreisend.
Brasilianisches Feuer, Liebe zur Musik und kultureller Forschergeist verbinden sich in der Person Jean Kleebs. Das Musik-Wunderkind begann sein Musikstudium an der Universität Sao Paolo mit 16 Jahren und absolvierte dort anschließend das Kompositionsstudium bei Willy Correa de Oliveira, der Koryphäe unter den brasilianischen Komponisten. Darüber hinaus bildete sich Jean Kleeb in den Bereichen Chor, Klavier und Gesang. Seit 1991 lebt er in Deutschland."Es gibt für mich nichts Schöneres auf der Welt, als am Klavier zu sitzen und zu improvisieren, ohne zu wissen, wo ich ankommen werde".
Dieses Zitat von Jean Kleeb könnten wir als charakteristisch für alle vier Künstler des Abends nehmen, nur mit dem Unterschied, daß jeder Künstler für diesen "Tanz ins Unbekannte" sein eigenes Instrument braucht. Der "Tanz" verwandelt sie, uns und den Augenblick, in dem jeder zum Tänzer und Tanz wird.