Ausbildungsrichtlinien für Qigong-Lehrende in der Deutschen Qigong Gesellschaft
- Grundsätzliches
- Ausbildungsorganisation
- Eingangsvoraussetzungen
- Anerkennung von sonstigen Qigong-Seminaren
- Abschlüsse/Zertifikate
- Ausbildungsplan/-inhalte
Anhänge
- Richtlinien zur Anerkennung extern ausgebildeter Lehrkräfte Anhang 1
- Richtlinien zur Ausbilderanerkennung Anhang 2
- Anerkennung von SpezialkursleiterInnen für Qigong mit Kindern und Jugendlichen Anhang 3
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Präambel
Qigong basiert auf jahrtausendealten chinesischen Gesundheits- und Entspannungsübungen und beinhaltet darüber hinaus Aspekte der Kampfkunst und der Meditation. Auch heute sind die Zahl der Qigong-Methoden und ihre Anwendungsmöglichkeiten äußerst vielfältig.
Qigong hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte auf dem Hintergrund fernöstlicher Tradition und Lebensphilosophie entwickelt, findet jedoch seit geraumer Zeit auch in der westlichen Bewegungskultur und Denkweise breite Resonanz. Qigong ist eine Form der Lebenspflege! Es fördert den harmonischen Fluss der Lebensenergie „Qi“ durch eigenes Bemühen und Üben „Gong“. Qigong ist ein ganzheitliches Übungssystem, das die körperlichen, seelischen und geistigen Aspekte des menschlichen Lebens in Harmonie und Einklang zu bringen sucht.
Qigong ist als lebensbegleitendes Übungssystem im Rahmen einer institutionalisierten Ausbildung nur beschränkt vermittelbar. War früher im Fernen Osten das persönliche Meister-Schüler-Verhältnis kennzeichnend für den Übertragungsweg, so hat sich heute im Westen eine Ausbildungskultur entwickelt, die die Befähigung zur Weitergabe von Qigong durch Kurse und Ausbildungslehrgänge mit entsprechenden Zertifikaten regelt. Je nach Anbieter und Standort sind die organisatorischen und inhaltlichen Anforderungen dabei unterschiedlich.
Mit den „Allgemeinen Ausbildungsleitlinien für Qigong“ des Deutschen Dachverbandes für Qigong und Taijiquan e.V. (DDQT), dem die Deutsche Qigong Gesellschaft e.V. (DQGG) seit 2004 angehört, sind Rahmenbedingungen geschaffen worden, die Qualitätsstandards als Mindestanforderungen für das Ausbildungswesen in ganz Deutschland beinhalten. Dies dient der Qualitätssicherung unseres Ausbildungsangebotes, dem Schutz der von unseren ausgebildeten Lehrkräften zukünftig unterrichteten SchülerInnen, der Transparenz und Vereinheitlichung - nicht Uniformierung - unserer Ausbildungsinhalte.
Qigong basiert auf jahrtausende alten chinesischen Gesundheits- und Entspannungsübungen und beinhaltet darüber hinaus Aspekte der Kampfkunst und der Meditation. Auch heute ist die Zahl der Qigong-Methoden und ihre Anwendungsmöglichkeiten äußerst vielfältig.
Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsträgern in Deutschland ist die DQGG keinem speziellen Übungssystem oder chinesischen MeisterIn verpflichtet. Dies garantiert eine breite Angebotsvielfalt an Methoden und Übungssystemen. Die Organisation und Durchführung der Ausbildung erfolgt durch AusbilderInnen, die Mitglieder der DQGG sind und über eine langjährige Erfahrung im Praktizieren und Unterrichten von Qigong verfügen. Die Vergabe bzw. der Entzug der Ausbildungsrechte erfolgt nach den im Anhang beigefügten Richtlinien zur Ausbilderanerkennung (Anhang 2).
Diese Ausbildung ist für die DQGG grundsätzlich kostenneutral. Sie finanziert sich über die Seminargebühren der TeilnehmerInnen, wobei derzeit eine einheitliche Kursgebühr von mindestens 11 € bis maximal 15 € pro Seminarzeitstunde erhoben wird. Eine Änderung der Höhe der Kursgebühren obliegt der Mitgliederversammlung.
Überregionale Dienstleistungen der DQGG, wie z.B. Werbung, die Website, Benutzung des Logos, Erstellung eines überregionalen Veranstaltungskalenders, Veranstaltung eines jährlichen Ausbildertreffens zur Fort- und Weiterbildung, Supervision und Betreuung bei Fragen und Problemen durch den Ausbildungsbeirat und Zertifikatsausstellungen etc. werden durch eine Ausbildungsabgabe von 5% der Kursgebühren finanziert.
Diese Abgabe ist regelmäßig in mindestens halbjährlichem Turnus von den jeweiligen AusbilderInnen anhand des Abrechungsformulars auf das Ausbildungskonto der DQGG abzuführen. Die Einhaltung überprüft der Ausbildungsbeirat.
Die DQGG bietet eine umfassende Ausbildung zum Qigong Lehrer an. Die Ausbildung kann in zwei Stufen erfolgen, die als in sich abgeschlossene, aber aufeinander aufbauende und sich ergänzende Einheiten konzipiert sind. Die Mindestausbildungs- oder Unterrichtszeiten sind wahlweise unterteilt in:
| Stufe 1: KursleiterIn | = 250 / 300 Unterrichtsstunden | = 187,5 / 225 Zeitstunden |
| Stufe 2: LehrerIn | = 250 / 200 Unterrichtsstunden | = 187,5 /150 Zeitstunden |
| Gesamt | = 500 Unterrichtsstunden | = 375 Zeitstunden |
Die Ausbildung erfolgt in regional organisierten Ausbildungsgruppen, die von mindestens zwei anerkannten AusbilderInnen vor Ort durchgeführt werden. Die Veranstaltungen der regionalen Ausbildungsgruppen sind auch für die TeilnehmerInnen anderer Ausbildungsgruppen offen. Die Veranstalter vor Ort sind verpflichtet ihre Ausbildungsorganisation detailliert offen zu legen und die Inhalte pro Ausbildungseinheit - in der Regel das Wochenendseminar - konkret zu benennen, um eine Vergleichbarkeit und Transparenz der Ausbildungen zu ermöglichen. Auszubildende, die nicht regelmäßige Teilnehmer einer Ausbildungsgruppe sind, können nach Rücksprache mit den Ausbildern vor Ort an den Ausbildungen teilnehmen. Die Begleitung der individuellen Ausbildung übernimmt eine/r der verantwortlichen AusbilderInnen.
Die regional veranstalteten Ausbildungen sollten so organisiert sein, dass der Abschluss in der Regel auf Stufe 1 KursleiterIn frühestens nach 2 Jahren, der Abschluss auf Stufe 2 frühestens nach 4 Jahren erreicht wird.
Zugang zur Ausbildung haben in der Regel nur Personen, die eine mindestens 2jährige Übungserfahrung mit Qigong oder Qigong-verwandten Methoden (z.B. Taijiquan, Meditation, Yoga etc.) nachweisen können. Alle TeilnehmerInnen müssen außerdem Mitglied der DQGG sein bzw. werden.
Anerkennung von sonstigen Qigong-Seminaren
In der Regel werden Seminare anerkannt, die von den Ausbildenden der DQGG als Ausbildungsveranstaltungen ausgewiesen sind. Sie finden als Wochenendseminare oder Mehrtagesblockseminare statt; es können nach Absprache auch fortlaufende Kurse oder Einzelstunden zur Anrechnung kommen, wenn sie relevante Ausbildungsinhalte abdecken. Fallweise können auch Veranstaltungen chinesischer GastdozentInnen berücksichtigt werden, sofern sie in Inhalt und Qualität den Zielen des Ausbildungsplanes entsprechen. Die MentorInnen oder regionalen AusbildungsleiterInnen entscheiden über die Anerkennung!
Am Ende einer jeweiligen Ausbildungsstufe findet ein Abschlusscolloquium statt.
Auf der Stufe 1 wird der/die KursleiterIn eine schriftliche Prüfung, eine praktische Lehrprobe von 30 min Dauer und ein mündliches Prüfungsgespräch durchführen. Außerdem wird die Vorlage einer schriftlichen Hausarbeit im Umfang von 5-20 DIN A4-Seiten zu einem Qigong-relevanten Thema erwartet.
Das Abschlusscolloquium auf Stufe 2 beinhaltet eine schriftliche Prüfung (ca.15 Fragen zur TCM und 15 Fragen zur Übungspraxis), eine Lehrprobe von 30 min Dauer und ein Prüfungsgespräch. Auch auf dieser Stufe ist die Vorlage einer schriftlichen Hausarbeit Voraussetzung zur Teilnahme am Abschlusscolloquium. Desweiteren müssen 60 Zeitstunden (= 80 Unterrichtsstunden) eigenverantwortlicher Kursunterricht nachgewiesen werden, die auch teilweise nach dem Abschlusscolloquium erbracht werden können.
Die Kosten für die Colloquien tragen die TeilnehmerInnen, wobei ein einheitlicher Preis von 160 € berechnet wird. Die 5% ige Ausbildungsabgabe an die DQGG entfällt hierbei.
Bei erfolgreicher Teilnahme an den Abschlusscolloquien erhalten die Absolventen Zertifikate, die als Ausbildungsnachweise dienen. Nach Abschluss der Stufe 1 wird das Zertifikat „KursleiterIn der DQGG“, nach Abschluss der Stufe 2 das Zertifikat „LehrerIn der DQGG“ verliehen. Die Zertifikate berechtigen Qigong eigenverantwortlich zu unterrichten und weiterzugeben.
Von der ebenfalls mit einem Zertifikat abzuschließenden SpezialkursleiterInnenausbildung „Qigong für Kinder und Jugendliche“ werden Teile für die allgemeine KursleiterInnenausbildung anerkannt. Noch fehlende Ausbildungsinhalte sind auf der Basis eines Vergleiches der Curricula nachzuholen. Das Nähere regelt eine Ausführungsvorschrift (Anhang 3).
Die DQGG veröffentlicht eine ständig aktualisierte Liste der KursleiterInnen und LehrerInnen. Alle berechtigten Lehrkräfte werden hier aufgeführt, sofern sie den Mitgliedsbeitrag für KursleiterInnen und LehrerInnen jährlich leisten.
Nicht von der DQGG ausgebildete Personen können auf Antrag unter Einreichung ihrer Bewerbungsunterlagen in die Liste der KursleiterInnen und LehrerInnen aufgenommen werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Ausbildungsbeirat unter Berücksichtigung bzw. Anwendung der im Anhang dokumentierten Richtlinien zur Anerkennung extern ausgebildeter Lehrkräfte (Anhang 1).
Alle lehrenden Mitglieder der DQGG haben die Pflicht zur ständigen Weiterbildung von mindestens 12 Stunden im Jahr. Diese Verpflichtung obliegt der eigenen Verantwortung der lehrenden Mitglieder. Die DQGG bemüht sich u.a. durch den Beirat für Weiterbildung, ein attraktives und reichhaltiges Weiterbildungsangebot zur Verfügung zu stellen.
Die Ausbildung der DQGG vermittelt praktische und theoretische, aber auch pädagogische und didaktische Inhalte.Im Einzelnen ergeben sich folgende Ausbildungsinhalte:
Stufe 1: KursleiterIn
Qigong-Praxis
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Sicheres Können einer längeren Übungsform aus dem Bereich des bewegten Qigong (Donggong)
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Erlernen mehrerer kürzerer, in sich geschlossener Basisübungen, die für den eigenen Anfängerunterricht von Bedeutung sind.
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Grundlagen des Qigongstandes
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Kenntnis elementarer Übungsprinzipien und ihrer Anwendung in verschiedenen Übungsformen.
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Basiserfahrungen aus dem Übungsspektrum des Stillen Qigong (Jinggong),
z.B.: Inneres Lächeln, Heilende Laute, Visualisierungstechniken etc. -
Grundlagenkenntnisse aus dem Bereich der Qigong-Massage und Selbstmassage
-
Die Ausbildung sollte von einer regelmäßigen, intensiven Übeerfahrung begleitet sein (täglich ca. 0,5 Stunden), um den Einfluss von Qigong auf das eigene Befinden zu erfahren.
Qigong-Theorie
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Grundbegriffe des Qigong
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Kenntnis der 3 Säulen/Regulationen (Körper, Atmung, Geist) des Qigong
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Geschichte und Tradition des Qigong (Richtungen, Stile, Systeme)
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Innere und äußere Haltung beim Qigong
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Möglichkeiten und Grenzen des Qigong
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Umgang mit Notfällen, Kenntnisse in Erster Hilfe
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
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Grundlagenwissen zur Lehre von Yin und Yang, den 5 Wandlungsphasen, den Vitalsubstanzen und dem Meridiansystem
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Erfassung grundlegender Zusammenhänge von TCM-Theorie und Qigong-Praxis
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Anwendung und Verdeutlichung der TCM anhand praktischer Übungen
Pädagogik / Didaktik
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Allgemeine Theorie und Praxis des Qigong-Unterrichts
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Unterrichtsführung/-stile/-formen
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Erlernen der Fähigkeit zur Schaffung einer positiven Unterrichtsatmosphäre, Entwicklung der Lehrpersönlichkeit
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didaktisch-methodische Kompetenz, Stoff- und Methodenauswahl
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Erwartungshorizont der Übenden
-
erste eigenständige Unterrichtserfahrungen werden empfohlen, sind jedoch nicht Pflicht
Bewegungslehre, Anatomie, Physiologie
Ein Grundverständnis anatomischer Zusammenhänge wird erwartet, um die Bewegungsweise im Qigong und die dazugehörigen Prinzipien besser verstehen zu können. Kenntnisseaus der westlicheren Bewegungslehre und dem Bereich des Sports können dabei ebenso behilflich sein. Die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Körper (Haltung), Geist (Vorstellungskraft/Aufmerksamkeit) und Emotionen (Gefühlsausdruck) sollten bekannt sein und im eigenen Qigong-Unterricht bearbeitet werden.
Stufe 2: LehrerIn
Qigong-Praxis
-
Kenntnis von mindestens einer weiteren längeren Übungsreihe aus dem Bereich des bewegten Qigong (Donggong). Hierunter fallen auch Qigong-Reihen in Fortbewegung wie z.B. das GuoLin Qigong oder das System der Organschritte. Die Lehrenden sollten über Wirkungsweise und Zielsetzung der jeweiligen Übung Bescheid wissen und auf mögliche Nebenwirkungen und Fehler eingehen können.
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Vertiefte Erfahrungen mit dem Stillen Qigong (Jinggong) und der Qigong-Meditation z.B.: Kleiner Kreislauf, Einsatz bestimmter Atemtechniken wie Dantian-Atmung etc.
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Basiserfahrungen mit dem System des Spontanen Qigong (Zifagong)
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Spezielle ergänzende Übungen zur Schulung von Imagination, Aufmerksamkeit und Atemführung
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Auch auf dieser Stufe wird eine regelmäßige individuelle Selbstübungspraxis erwartet (0.5 Stunden täglich)
Qigong-Theorie
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Vertiefung der Inhalte aus Stufe 1
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Philosophische und theoretische Grundlagen des Qigong (Daoismus, Konfuzianismus, Buddhismus)
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Vertiefte Geschichte und Tradition des Qigong
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Möglichkeiten und Grenzen von Qigong in verschiedenen Einsatzbereichen
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Grenzen der eigenen Möglichkeiten
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
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Vertiefung der Inhalte aus Stufe 1
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Das chinesische Körper-Energie-Modell (Meridiane, ausserordentliche Leitbahnen, usw.)
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Die Zang/Fu-Organe als energetische Funktionskreise
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Einführung in die Diagnostik und Pathologie der TCM
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Es gilt ein Verständnis zu schaffen für die ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen anhand der TCM, für die Ansichten der TCM über Krankheitsentstehung, -vorbeugung, -therapie, sowie den Stellenwert von Qigong in diesem Zusammenhang.
Pädagogik / Didaktik
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Auseinandersetzung mit der eigenen Motivation Qigong zu unterrichten
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Kenntnis gruppendynamischer Gestaltungsprozesse und Training eines angemessenen Umgangs mit den Rollen, Funktionen und emotionalen Bewegungen von TeilnehmerInnen in Qigong-Gruppen (z.B. Widerstand, Kritik, Frustration, Resignation etc.).
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Didaktische Kompetenz: z.B. Themenschwerpunkte setzen zu können, stoffliche Reduktion, Methodenauswahl, Medieneinsatz, Anpassung der Übungen an spezifische Bedürfnisse der TeilnehmerInnen, etc.
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Die Polaritätsprinzipien von Yin und Yang als Gestaltungsmittel im Unterricht einsetzen können z.B.: Theorie - Praxis, Ruhe - Bewegung, Lernen - Üben, Anleitung - erläuterungsfreie Übungsgestaltung, Spannung - Entspannung, etc.
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Erlernen der Fähigkeit zur korrigierenden Unterstützung und Hilfe
-
Beherrschung der verschiedenen Organisationsformen des Qigong-Unterrichts: Frontal-, Gruppen-, Einzelunterricht, Binnendifferenzierung, etc.
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Fähigkeit zum Kulturtransfer: Übertragung von Sprach- und Denkmustern aus China in den Westen. Fähigkeit innere und äußere Bewegungen mit stimmigen Bildern und Vorstellungen zu unterlegen.
-
Fähigkeit, unterschiedliche Lernkanäle zu bedienen. Optisch: exakte Vorführung; akustisch: genaue Erklärung; taktil: Erspüren und Erfühlen von Bewegungsabläufen.
-
Mit zunehmender Dauer der Ausbildung auf Stufe 2 sollte der Umfang der eigenverantwortlichen Unterrichtstätigkeit größer werden. Regelmäßige Lehrproben bzw. Unterrichtsversuche und deren kollegialer Intervisionbzw. Supervisionin den Ausbildungsgruppen selbst, sind ebenfalls wichtige Bausteine der Ausbildung.
Abschlussbemerkung
Qigong-LehrerIn wird man nicht allein durch eine gute und fundierte Ausbildung! Die Ausbildung kann allenfalls einen Grundstein legen für einen verantwortlichen und qualifizierten Unterricht, der Wegbegleitung, Selbstentfaltung und Kreativität als oberste Ziele hat. Eine Auseinandersetzung mit ethischen und humanitären Aspekten des Unterrichtens und LehrerInnenseins ist dabei ebenso vonnöten wie die Beachtung und Einhaltung rechtlicher Grenzen.
Richtlinien zur Anerkennung extern ausgebildeter Lehrkräfte
Eine Anerkennung als LehrerIn der DQGG soll in Zukunft unter folgenden Voraussetzungen erfolgen:
-
mindestens einjährige Mitgliedschaft in der DQGG vor Antragstellung
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schriftliche Vorlage von Unterrichtsnachweisen über insgesamt
375 Zeitstunden (500 Unterrichtsstunden), die sich auf einen Zeitraum von mindestens 4 Ausbildungsjahren erstrecken, darin enthalten:
-
Unterrichtsnachweise zu Grundlagen der TCM, soweit sie für Qigong
relevant sind -
Unterrichtsnachweise zu Themen aus der Pädagogik/Didaktik des Qigong Unterrichts, sowie mehrmalige Lehrproben undkollegialerIntervisonen bzw. Supervisionen
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Unterrichtsnachweise zu Inhalten und Themen des Stillen Qigong
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Unterrichtsnachweise für mindestens zwei längere Übungsreihen,
darunter evtl. Übungen zum Qigong-Gehen, Qigong in Fortbewegung.
Zur schnelleren Erfassung der Daten ist ein von der DQGG ausgearbeiteter Fragebogen zu beantworten.
-
Vorlage mindestens einer schriftlichen Referenz/Empfehlung eines/r anerkannten Ausbilders/in der DQGG
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Einmalige Aufnahmegebühr von 200 € als Ausgleich zur 5%igen Ausbildungsabgabe der im Rahmen der DQGG Ausgebildeten
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Bereitschaft zur regelmäßigen, freiwilligen Fort- und Weiterbildung
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Der Ausbildungsbeirat kann zusätzlich verlangen:
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Abgabe einer schriftlichen Hausarbeit über ein Qigong-relevantes Thema im Umfang von 5-10 Din A 4 Seitenbei einer/m AusbilderIn der DQGG.
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Teilnahme an einer LehrerInnenabschlussprüfung der DQGG mit entsprechendem Vorbereitungswochenende
Die Anerkennung als KursleiterIn der DQGG wird entsprechend den Voraussetzungen unserer Ausbildungsrichtlinien für KursleiterInnen erfolgen. Die Aufnahmegebühr beträgt 200 €.
Richtlinien zur Anerkennung als AusbilderIn
Allgemeines:
Die Erlaubnis für die DQGG als AusbilderIn zu arbeiten, ist an die Mitgliedschaft in der Gesellschaft gebunden und erstreckt sich ausschließlich auf die Ausbildungsarbeit innerhalb der Gesellschaft. Eine Ernennung zum/zur AusbilderIn ist somit grundsätzlich an eine regelmäßige Ausbildungstätigkeit im Rahmen des Ausbildungssystems der DQGG gekoppelt unter Einhaltung der von der Mitgliederversammlung jeweils beschlossenen Ausbildungsrichtlinien.Sie beinhaltet auch die Verpflichtung zu gemeinsamer Fort- und Weiterbildung, die durch den Aus- und Weiterbildungsbeirat jährlich organisiert wird. Die Ernennung erfolgt nach schriftlicher und persönlicher Vorstellung beim Ausbildungsbeirat unter Berücksichtigung der unten aufgeführten Ernennungskriterien, die im Übrigen den „Allgemeinen Ausbildungsrichtlinien des Dachverbandes (DDQT)“ entsprechen. Die Bezeichnung „AusbilderIn der DQGG“ ist eine reine Funktionsbeschreibung und somit kein lebenslang erworbener Status oder Titel. Nach mindestens 3jähriger Nichtausübung der Ausbildungstätigkeit für die DQGG erlischt die Berechtigung im Namen der DQGG auszubilden.Der Status als AusbilderIn kann auch durch Weiter- und Fortbildungen im Namen der DQGG gewahrt werden.
Anerkennungskriterien:
Erwartet wird:
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eine mindestens 3 jährige Mitgliedschaft in der DQGG
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eine Übe-Erfahrungszeit von mindestens 10 Jahren
-
eine mindestens 4 jährige LehrerInnenausbildungszeit mit insgesamt mindestens 375 Zeitstunden reiner Ausbildungszeit
-
Er / Sie muss Lehrer / Lehrerin der DQGG sein.
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eine 8 jährige Lehrtätigkeit, die eine mindestens 6-jährige Unterrichtserfahrungszeit nach Abschluss einer Lehrerausbildung enthält. Diese beinhaltet die Erteilung von Kursen, Wochenend- und Wochenblockseminaren.
-
eine zusätzliche Einarbeitungszeit wird vom Ausbildungsbeirat unter der Berücksichtigung der vorliegenden Qualifikationen zeitlich festgelegt und kann in Form von Mitarbeit bzw. „Assistenz“ an der Ausbildung von KursleiterInnen und LehrerInnen bei schon praktizierenden AusbilderInnen der DQGG erbracht werden.
-
es sollte eine Einbindung eines/r anerkannten AusbilderIn in der neuen Ausbildung erfolgen
Ausschlusskriterien:
In Fällen der Nichteinhaltung der Ausbildungsrichtlinien der DQGG kann der Ausbildungsbeirat in Absprache mit dem Vorstand die Anerkennung zum/zur AusbilderIn zurücknehmen. Der/die Betroffene ist dabei vorher anzuhören.
Anerkennung von SpezialkursleiterInnen für Qigong mit Kindern und Jugendlichen" als allgemeine KursleiterInnen
Absolventen der Spezialausbildung "Qigong mit Kindern und Jugendlichen", welche die Anerkennung zum/r allgemeinen KursleiterIn anstreben, müssen die in der Spezial-Qigong-Ausbildung nicht enthaltenen oder zu wenig thematisierten Lehrinhalte in der Form von 6 Aufbaublöcken à 12 Zeitstunden ergänzen. Diese beinhalten folgende Lehrinhalte:
36 Zeitstunden Übung einer längeren Übungsform.
12 Zeitstunden aus dem Übungsspektrum des Stillen Qigong.
24 Zeitstunden aus dem Bereich der Pädagogik mit Didaktik für Erwachsene.
Diese Aufbauausbildung wird mit der Prüfung zum/r KursleiterIn abgeschlossen.
Stand 12. November 2011
laut Beschluss der Jahreshauptversammlung der DQGG e.V. in Hamburg
